19.12.2014

Wlan mit 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s)

Der Hardware-Hersteller Samsung will die Wifi-Übertragungsraten beschleunigen. Mit der neuen 60-GHz-Technologie sollen sich die Datenrate verfünffachen. Die Wireless LAN-Download-Geschwindigkeit läge dann bei 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Schnelles Wlan (Foto: Michael Gil / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Neuer Wlan-Standard bietet viele Vorteile

Samsung arbeitet an einer neuen Wifi-Technologie, die fünfmal schneller sein soll als der derzeit schnellste ac-Standard. Die Wireless Local Area Network-Datenraten sollen mit der neuen Technologie bei 4,6 Gbit/s liegen. Damit können beispielsweise große Video-Dateien innerhalb von drei Sekunden von einem Gerät auf ein anderes übermittelt werden, erklärte Samsung in seinem Blog http://global.samsungtomorrow.com/. Die Technik bietet noch weitere Vorteile: So soll auch das Streamen von unkomprimierten Full-HD-Inhalten problemlos per Wifi möglich sein.

Für die neue Wireless Local Area Network-Technik nutzt Samsung das noch unerschlossene Frequenzspektrum im Bereich von 60 Gigahertz (GHz). Im Laufe des nächsten Jahres soll die kommerzielle Nutzung in diesem Frequenzbereich starten. Aktuell kommen für Wireless Local Area Network-Netze die Frequenzen von 2,4 und 5 GHz zum Einsatz. Die maximalen Surfgeschwindigkeiten liegen dabei bei 108 Megabyte in der Sekunde.

Erste Geräte für Wireless Local Area Network mit 4,6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) ab 2015

Das 60-GHz-Spektrum hat einen weiteren Vorteil: Es soll Samsungs 802.11ad-Standard die uneingeschränkte Nutzung mehrerer Geräte im gleichen Netzwerk ermöglichen. Bei den aktuellen Technologien treten immer wieder Störungen auf, wenn  sich mehrere Geräte denselben Kanal teilen. Dadurch wird der Datendurchsatz erheblich eingeschränkt. Laut Samsung soll mit dem neuen Wireless LAN-Standard der zum Teil große Abstand zwischen theoretischen und tatsächlichen Geschwindigkeiten verkleinert werden.

Erste Geräte, die den 802.11ad Wlan Standard unterstützen, sollen 2015 erhältlich sein. Das Portfolio soll dabei Hardware aus dem Bereich Telekommunikation wie Router, Smartphones oder Tablets umfassen, aber auch Geräte aus dem medizinischen Bereich oder Logistik-Anwendungen berücksichtigen. Sogenannte Smart-Home-Lösungen sind ebenfalls in Planung.

Autor: ES